WER WAGT, GEWINNT mit Wasserstrahl

Die österreichische Gröbner GmbH stieg 2016 mit aufregender Erwartung in die Wasserstrahl-Technologie ein. Heute ist der Steinmetz-Betrieb geradezu überwältigt von ihren Vorteilen - und dem damit verbundenen wirtschaftlichen Erfolg. Eine Fallstudie.

Hintergrund: Der Keramik-Boom zwingt das Unternehmen aus der Komfortzone

In den 60 Jahren ihres Bestehens hat sich die Gröbner GmbH sukzessive vom klassischen Steinmetz-Betrieb zum Spezialisten für Maßanfertigungen im Bereich Küche und Bad entwickelt. Heute produziert Inhaber Rainer Gröbner zusammen mit seinen Mitarbeitern ausschließlich Maßzuschnitte für Arbeitsplatten, Waschtische und Fliesen. Seine Kunden sind Privathaushalte, Küchenstudios und Schreinereien aus ganz Österreich. Geschnitten wird mit einer CNC-Säge und einem CNC Bearbeitungszentrum, dem klassischen Inventar der Steinmetz-Industrie. Naturstein und Keramik verarbeitet Gröbner jährlich, praktisch jeder Fertigungsauftrag ist ein Unikat. Geschnitten werden hauptsächlich Platten aus Naturstein, Keramik und Komposit. Dazu werden auch die entsprechenden Armaturen sowie die Beratungs-, Montage- und Lieferleistung verkauft. Der Erfolg des Unternehmens liegt nicht nur im ultimativ individuellen Fullservice begründet, sondern auch in einer kooperativen Preispolitik nach dem Motto „Pay what you get“. Mit dieser ebenso kreativen wie anspruchsvollen und mutigen Strategie hat Gröbner eine lukrative Nische im mittleren Preissegment gefunden, die ihm treue Stammkunden beschert. Einziger Wermutstropfen: Der anhaltende Triumphzug des Werkstoffes Keramik sorgt zunehmend für Reibungsverluste in der Fertigung.

Problem: Die Säge ist dem Shooting-Star Keramik nicht gewachsen

Inzwischen entwickelt sich Gröbners Kernmarkt immer weiter weg von Naturstein hin zu Keramik. Die Nachfrage explodiert und das Unternehmen fühlt sich darauf ungenügend vorbereitet. Der Grund: Keramik ist heute in großen Formaten und in jeder denkbaren Farbe erhältlich. Das Material ist preislich mit Naturstein vergleichbar, aber wesentlich weniger empfindlich, pflegeleichter und absolut verschleißfest. Nur in der Verarbeitung erweisen sich die großen Platten als Problem. Beim Trennen mit der Säge schmelzen die Diamanten in den Sägeblättern, so dass mit gedrosselter Geschwindigkeit geschnitten werden muss, um eine stabile Schneidqualität zu gewährleisten. Auch das Einspannen ist sehr aufwändig und kompliziert, jede Aussparung eine Herausforderung mit hohem Nachbearbeitungspotenzial. De facto brechen Platten immer wieder beim Zuschnitt, es kommt zu Lieferverzögerungen und teurem Materialverlust. So beginnt Gröbner aktiv nach einer Fertigungsalternative für die traditionelle Säge zu suchen. „So sehr ich mich der Säge verbunden fühle – irgendwann hat sie sich zur Nervensäge entwickelt“ gibt Rainer Gröbner zu „Das hat einfach keinen Spaß mehr gemacht“. Er stöbert durch die Fachliteratur und stößt auf die Wasserstrahl-Technologie – und damit auf STM. Der Wasserstrahl-Pionier aus Eben im Pongau – ursprünglich selbst einmal ein Steinmetzbetrieb - macht die Anfrage von Gröbner gleich zur Chefsache. Geschäftsführer Jürgen Moser lässt es sich nicht nehmen, dem erfahrenen Ingenieur persönlich die Vorzüge des Kaltschneidverfahrens darzulegen. „Die haben sofort reagiert und mit ansteckendem Enthusiasmus das Zukunftsszenario von Gröbner als Wasserstrahl-Anwender gezeichnet. Von Inhaber zu Inhaber, sehr ergebnisorientiert und kompetent“ erinnert sich Rainer Gröbner „Ich konnte das nicht glauben. Das klang einfach zu gut, um wahr zu sein“. Trotzdem stimmt die Chemie, Gröbner fühlt sich verstanden und in besten Händen. Als auch der Testschnitt im STM-Schulungszentrum mit überzeugendem Ergebnis verläuft, nimmt die Innovationsfreude überhand und er schlägt ein neues Kapitel in der Unternehmensgeschichte auf: Die Fertigung mit Wasserstrahl.

Die Lösung: Das Prinzip „kontrollierte Offensive“ als Erfolgs-Turbo

Im Jahr 2016 investiert Gröbner in eine MasterCut-Anlage mit einem 3,5 x 2,5 Meter großen Schneidtisch und einem Schneidkopf – ein solider Allrounder mit attraktiver Preis/Leistung. Wichtig sind ihm dabei Wirtschaftlichkeit, Prozesssicherheit und Verschleißfestigkeit – und genau das sind neben der Schneidqualität die Vorzüge der MasterCut. Alle konstruktiven Bauteile und Schrauben dieser Anlage bestehen aus verschleißfestem Edelstahl oder Aluminium. Die Zugänglichkeit von 3 Seiten, der flache Unterboden sowie die glatten Seitenwände mit verdeckten Linearführungen ohne Faltenbälge und einem in den Achsen mitgeführten Hochdruckrohr erleichtern das Beladen. Der volldigitale Antrieb besteht aus einem bürstenlosen AC-Servomotor mit mehrachsiger Eckelmann CNC-Steuerung. Die dazugehörige Software läuft auf MS-Windows und erfordert lediglich einen Standard-PC. Dank der intuitiven Benutzeroberfläche der STM SmartCut Wasserstrahl-Schneidsoftware sind alle notwendigen Parameter im Handumdrehen einstellbar, dfx/dwg-Files können direkt importiert werden. MasterCut-Anlagen arbeiten zudem ressourcenschonend und zeichnen sich durch einen äußerst geringen Strom-, Wasser- und Luftverbrauch aus. Die Wartung ist einfach, der Fertigungsprozess nahezu vollautomatisch. Alles kein Hexenwerk. Bereits nach drei Tagen im STM-Schulungszentrum und zwei Tagen Inbetriebnahme kann das Unternehmen die Produktion mit Wasserstrahl aufnehmen.

Das Ergebnis: Entwarnung an allen Fronten

Erste Unsicherheiten sind Dank des unbürokratischen Supports durch die STM-Applikationsingenieure schnell behoben. „Jedes Mal, wenn wir Hilfe brauchten, haben uns die STM-Jungs nahezu simultan zur Seite gestanden und den Knoten im Handumdrehen gelöst“ erinnert sich Rainer Gröbner. „Mehr noch, wir haben gleich am Anfang gelernt, wie wir die Maschine bestmöglich für unsere Zwecke nutzen können und wo die größten Wertschöpfungspotenziale liegen“. Erstaunt war das Team wieviel einfacher das Zeichnen mit der SmartCut-Software ist. Das aufwändige Einspannen fällt weg, stattdessen einfach Platte auf den Schneidtisch legen und auf Start drücken. Keramik, Naturstein und Komposit können ohne jeglichen Umrüstaufwand geschnitten werden. Praktisch vollautomatisch lassen sich beliebige Konturen und verschiedenste Radien ohne Risiko realisieren. Gehrungsschnitte und Aussparungen für Armaturen und Becken sind präzise und ohne Überschnitt und Materialverlust machbar. Die Nachbearbeitung mit der Flex - Geschichte. Das Beste daran: Bruchschäden bei Keramikplatten sind auf einmal eine Seltenheit und eine Kontur, für die die Säge 2,5 Stunden braucht werden innerhalb von 15 – 20 Minuten geschnitten. Das Resultat sind gerade Schnitte und entsprechend bessere Passgenauigkeit bei kürzeren Produktions- und Lieferzeiten, minimalem Materialverschleiß und deutlich entspannterem Arbeiten. „Das gesamte Team hat Wasserstrahl als Quantensprung erlebt. Seitdem sind wir alle bis in die Haarspitzen motiviert. Mehr noch, wir sind wirklich stolz mit dieser innovativen Technik zu arbeiten und auch das Feedback unserer Kunden ist überwältigend. Es hätte nicht besser kommen können.“ resümiert Gröbner.

Das Fazit: Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben

So groß die anfängliche Skepsis, so nachhaltig die Begeisterung. Heute, zwei Jahre später, ist die Anlage mit Schneidaufträgen für Keramik nahezu durchgehend ausgelastet. Naturstein und Komposit werden parallel weiter mit den CNC-Maschinen gefertigt. Rainer Gröbner fühlt sich seinen Steinmetz-Kollegen gegenüber ein wenig als Messias. Er könnte seinen neuen Glauben an Wasserstrahl durchaus predigen, wenn er auch nur eine Sekunde Zeit dafür hätte. Stattdessen gibt er weiter Gas und sieht sein Unternehmensmotto frei nach den Worten des österreichisch-amerikanischen Wissenschaftlers Paul Watzlawick voll bestätigt: „Wenn du immer wieder das tust, was du immer schon getan hast, dann wirst du immer wieder das bekommen, was du immer schon bekommen hast.“

Wer das ebenso sieht, kann sich vom 26.09. – 29.09.2018 in Verona auf der Messe Marmomac in Verona auf neue Gedanken – oder besser: Technologien – bringen lassen. Auf dem STM Messestand in Halle 3, Stand A3 – A9 kann man das STM Wasserstrahl-Schneidsystem in Idealkonfiguration für die Steinverarbeitung live im Einsatz erleben: Die STM1020 PremiumCut3D. Flankierend können Besucher einen Termin vereinbaren, um von Spezialisten individuell beraten zu werden – von der persönlichen Kosten-Nutzenanalyse über Gebrauchtanlagen bis hin zu Finanzierungsmodellen.

Alternativ gibt Rainer Gröbner Antworten sowie seine Erfahrungen als Wasserstrahl-Anwender und Steinmetz gern telefonisch oder per Mail an Interessenten weiter.

STM ist ein führender Anbieter von Wasserstrahl-Schneidsystemen mit Sitz in Eben, Österreich. Seit über 25 Jahren entwickelt das Traditionsunternehmen zukunftsfähige Produktionslösungen vor allem für die Stahl-, Aluminium-, Metall-, Kunststoff-, Stein- und Glasindustrie, die sich vor allem durch Effizienz, Bedienungskomfort und Verschleißfestigkeit auszeichnen. Neben zukunftsweisender Technologie und serienmäßiger Qualität legt STM besonderen Wert auf innovativen Full Service. Damit gewährleistet der Markenhersteller, dass die individuellen Fertigungsprozesse seiner Kunden kontinuierlich den aktuellen Anforderungen angepasst werden.

STM Waterjet Germany, ehemals Maximator JET, ist seit 1999 Entwicklungs- und Vertriebsstandort in Deutschland. Hier werden schwerpunktmäßig hochspezialisierte Wasserstrahl-Schneidsysteme für Sonderanwendungen aller Art entwickelt und realisiert. Das Unternehmen STM steht für zukunftsweisende Fertigungslösungen und grenzenlose Individualisierungsoptionen.